Was sind CFDs?

Einführung CFDs
Ein Differenzkontrakt (CFD oder Contract for Difference) ist im Wesentlichen eine Vereinbarung zwischen einem Trader und einem Broker oder Bank. Am Ende des Vertrages tauschen die Parteien die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und Schlusskurs eines bestimmten Finanzinstruments aus, zum Beispiel einer Aktie oder dem Dax Index. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass man zu keinem Zeitpunkt den physischen Wert besitzt, also die Aktie selbst.

CFDs sind gehebelte Produkte. Das bedeutet, dass das Geld, welches man investiert, in der Regel nur einen Bruchteil des Marktwerts der Aktien (oder eines anderen Werts) ausmacht. Man spricht also hier vom sogenannten Marginhandel. Dadurch steht der CFD-Handel nicht nur Großinvestoren zur Verfügung, sondern ist auch für Kleinanleger geeignet.

Ein Differenzkontrakt ist zudem eine sehr beliebte Form des Derivatehandels. Der CFD-Handel ermöglicht es Ihnen im Gegensatz zum Aktienhandel, über die steigenden oder fallenden Kurse der schnelllebigen globalen Finanzmärkte (oder Instrumente) wie Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Treasuries zu spekulieren. Sie können CFDs aber auch zur Absicherung eines bestehenden physischen Portfolios verwenden, um sich bei hoher Volatilität zu schützen.

Wie funktioniert der CFD-Handel?
Wenn man eine CFD-Position eröffnet, wählt man auf der Handelsplattform (z. B. Metatrader) zuerst den entsprechenden Markt und die Anzahl der CFDs, die man handeln möchte. Der Gewinn steigt mit jedem Punkt, wenn der Markt sich in die gewünschte Richtung entwickelt. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, heißt, es fallen Verluste an sollte sich der Markt in die entgegengesetzte Richtung entwickeln.

Beispiel: Wenn man denkt, dass der Ölpreis steigt, dann kann man eine Kauforder zum Handel von 5 CFDs zum Preis von 4933 USD platzieren. Wenn der Markt um 30 Punkte auf 4963 USD steigt und die Position dann geschlossen wird, ergibt sich daraus ein Gewinn Sie Ihre Position schlossen, würden Sie einen Gewinn von 150 USD, also das 30-fache der 5 Kontrakte, die man gekauft hat. Wenn sich der Markt jedoch entgegengesetzt bewegt und der Ölpreis um 30 Punkte auf 4903USD fällt, dann verliert man 150 USD.

CFDs als Absicherung (Hedging)
Da man mit CFDs (auch gleichzeitig) Short und Long gehen kann, werden diese Produkte auch als “Versicherung” zum Ausgleich von Verlusten eines physischen Aktienportfolios verwendet.

Wenn man beispielsweise viele Dax-Aktien hält und befürchtet, dass die Märkte fallen, so kann man zum Schutz des Aktienportfolios einen CFD Short-Trade auf den Dax eingehen, bei dem man von fallenden Dax-Kursen profitiert. Sollten die Dax-Aktienkurse fallen, würde der Wertverlust Ihres Aktienportfolios durch einen Gewinn in dem CFD-Short-Trade ausgeglichen. Auf diese Weise kann man sich schützen, ohne die Kosten und Unannehmlichkeiten der Liquidation des Aktienportfolios zu tragen, da diese in der Regel höher sind als bei CFDs.

Warum ist der CFD-Handel bei Investoren beliebt?
CFDs sind eine beliebte Möglichkeit für Investoren, aktiv an den Finanzmärkten zu handeln. Die Vorteile von CFDs sind:

• Kostengünstig:
Im Gegensatz zu Aktien berechnet der Broker nur einen Bruchteil der Kosten, um einen Trade zu eröffnen. Beim Handel von Aktienindizes (Dax) fällt überhaupt keine Kommission an. Man zahlt nur den Spread.

• Flexibel:
Es ist möglich sowohl auf steigende als auch auf fallende Märkte zu spekulieren.

• Hebelprodukte:
Man kann einen kleinen Geldbetrag dazu aufwenden, um eine viel größere Wertposition zu kontrollieren.

• Sicherungsinstrumente:
Man kann CFDs nutzen, um mögliche Wertverluste einer physischen Aktien- oder Rohstoffinvestments auszugleichen, indem man mit CFDs auf fallende Kurse setzt.

Ist der CFD-Handel für mich geeignet?
Der CFD-Handel ist ideal für Trader, die die Möglichkeit haben wollen, eine hohe Rendite für ihr Geld zu erzielen. Es birgt jedoch aufgrund der Hebelwirkung erhebliche Risiken ist nicht für jeden geeignet. Es wird dringend empfohlen zuerst auf einem Demokonto zu handeln, bevor man es mit richtigem Geld versucht. Man sollte sich vorab über die Wirkung der Hebelwirkung (Leverage) informieren.

Auf welchen CFD-Märkten kann ich handeln?

Aktienindizes wie Dax, Jow Jones, S&P 500, Nasdaq, FTSE
Aktien wie Google, Facebook, Deutsche Bank, BASF
Rohstoffe wie Öl, Silber, Palladium, Weizen, Kakao
Andere Märkte einschließlich Anleihen, Zinssätze und Optionen