Trading Charts – die 5 wichtigsten Chartarten für erfolgreiches Day Trading

Mit Trading Charts Preisentwicklungen verstehen und analysieren

Bei Trading Charts handelt es sich um grafische Darstellungen der Preisverläufe von Wertpapieren. Sie verdeutlichen die Preisentwicklung nicht nur von Aktien, sondern auch von Anleihen, Rohstoffen und Währungen – also Forex und weiteren Vermögenswerten. Durch zum Beispiel Renko Trading Charts oder Heikin-Ashi Trading Charts, wird es Ihnen innerhalb Ihres Accounts möglich, Echtzeitkurse zu verfolgen und darauf basierend Analyse und Handel zu betreiben – das alles online und live. Trading Charts existieren in einer Vielzahl unterschiedlicher Varianten, die mehr oder weniger relevante Informationen enthalten können. Die Bandbreite reicht dabei von sehr einfachen Liniencharts über Balken- und Kerzencharts bis hin zu sehr komplexen Profi-Charts.

Trading Charts in der Anwendung

Trading Charts sind eine gute Orientierung für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Wer mit Wertpapieren handeln möchte, kann grundsätzlich zwei verschiedene Analysemethoden einsetzen: Die Fundamentalanalyse und die Chartanalyse. Bei Ersterer werden Vermögensgegenstände hinsichtlich ihrer Wertindikatoren, wie Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen,
untersucht.

Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse fordert dementsprechend ein relativ hohes wirtschaftliches Knowhow und kostet viel Zeit, weshalb sie primär von institutionellen Händlern genutzt wird.

Chartanalyse

Bei Privatanlegern erfreut sich die Chartanalyse immer größerer Beliebtheit. Sie ist nicht nur einfacher anzuwenden als die Fundamentalanalyse, sondern verspricht in vielen Fällen auch schnellere Erfolge. Das Grundkonzept der Chartanalyse ist die Annahme, dass in den historischen Kursen von Wertpapieren Informationen stecken, die Rückschlüsse auf deren zukünftige Preisentwicklung zulassen.

Darstellungen der Trading Charts

A – Linienchart

B – Balkenchart

C – Kerzenchart

A – Linienchart

Die einfachste Art eines Trading Charts ist der Linienchart (engl. Line Chart). Er zeigt ausschließlich die Schlusskurse eines Wertpapiers im Zeitverlauf an. Der Linienchart entsteht durch die Verbindung dieser Schlusskurse im Zeitverlauf. Es ergiebt sich eine durchgehende Linie, die bei den meisten Wertpapieren in der Regel ein typisches Zickzack-Muster aufweist, welches das Auf und Ab der Kurse widerspiegelt.

B – Balkenchart

Der Balkenchart (engl. Barchart) enthält bereits deutlich mehr Informationen und Trends und ist somit auch etwas schwieriger zu lesen. Zusätzlich zum Schlusskurs enthält der Balkenchart auch den Eröffnungskurs sowie den Höchst- und den Tiefstkurs eines Wertpapiers. Die Oberkante des Balkens symbolisiert den Höchstkurs und die Unterkante den Tiefstkurs. Der Eröffnungskurs wird durch eine kleine horizontale Linie links neben dem Balken dargestellt und der Schlusskurs durch eine horizontale Linie rechts. Zur schnelleren Lesbarkeit eines Balkencharts wird der Balken bei einem steigenden Kurs in der Regel grün und bei einem fallenden Kurs rot gefärbt.

C – Kerzenchart

Ein komplexeres Beispiel eines Trading Charts ist der Kerzenchart (engl. Candlestick Charts). Er ist eine grafische Variation des Balkencharts. Er enthält die gleiche Information, diese wird jedoch anders dargestellt. Der Körper der Kerze wird von der Höhe des Eröffnungskurses und des Schlusskurses bestimmt. Wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt, wird dem Trader die Kerze in grün dargestellt. Liegt der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs, werden die Kerzen rot gefärbt. Der Höchstkurs des Wertpapiers wird dem Trader durch den sogenannten “Docht” angezeigt, eine vertikale Linie an der Oberseite des Kerzenkörpers. Gleichermaßen wird der Tiefstkurs durch die sogenannte “Lunte” dargestellt, eine vertikale Linie an der Unterseite des Kerzenkörpers.

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TC24 Clubmitglieder profitieren von speziellen Trading Chart Templates

Anstatt nur auf Balken-, Linien oder Kerzencharts zu achten, arbeiten Profis zusätzlich mit Indikatoren und Trendlinien. Diese zusätzlichen Informationen eigenen sich, um bessere Tradingentscheidungen über Ein- und Aussteige treffen zu können. So haben wir über die Jahre verschiedene Templates entwickelt, in denen wir Kombinationen von zusammenspielenden Indikatoren erstellt haben. Zu den populärsten zählt das MasterTemplate III, mit dem wir seit über 11 Jahren arbeiten und dessen Strategie eindeutige Signale generiert. Dieses Template ist gratis für alle Cubmitglieder zugänglich und wird börsentäglich von Carlos Martins im Live-Tradingraum live umgesetzt.

Die wichtigsten Trading Charts im Überblick

  1. Kerzenchart
  2. Barchart
  3. Point & Figure
  4. Renko Chart
  5. Heikin-Ashi Kerzen

1. Kerzenchart

Candlestick-Charts (Kerzen) gehören zu den populärsten Preischarts. Sie werden von Händlern aufgrund der Vielzahl an Handelsinformationen, sowie des einfachen Designs verwendet. Der Kerzenchart hat seinen Namen aufgrund seines Aussehens.

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Auf dem Trading Chart enthält die Kerze jeweils einen Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst- und Schlusskurs für den entsprechenden Zeitrahmen. Der Trader legt den Zeitrahmen für jede Kerze fest. Es wird dann im gewählten Zeitrahmen jeweils eine neue Kerze im Chart erstellt. Kerzen zeigen aufgrund der Farbe des Kerzenkörpers ob es sich um eine bullische oder bearische Bewegung handelt. Sie können Kerzencharts wie folgt lesen und interpretieren, basierend auf der Preisaktivität:

Eröffnungspreis:

Der Eröffnungspreis stellt den ersten Preis dar, der während der Kerze gehandelt wird.  Angezeigt wird er entweder durch die Ober- oder Unterseite des Kerzen-Körpers. Wenn ein Preis steigt, resultiert dies graphisch in einer grünen oder weißen Kerze. Wenn der Preis fällt, verfärbt sich die Kerze rot oder schwarz – je nach den Einstellungen in der Handelsplattform.

Höchstpreis:

Das Hoch ist der höchste Preis, der während der Kerze gehandelt wird, angezeigt durch die Oberkante des Kerzenkörpers oder den Docht. Schließt der Kurs in der entsprechenden Zeiteinheit auf einem Hoch, so wird kein Docht auf der Oberseite angezeigt.

Tiefstpreis:

Das Tief ist der tiefste Preis, der während der Kerze gehandelt wird, angezeigt durch die Unterkante des Kerzenkörpers oder den Docht. Schließt der Kurs in der entsprechenden Zeiteinheit auf einem Tief, so wird kein Docht auf der Unterseite angezeigt.

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Schlusskurs:

Der Schlusskurs ist der letzte in der Kerze gehandelte Preis, der entweder durch die Ober- oder Unterseite des Körpers angezeigt wird. Auch hier zeigen die aufwärts gerichteten Kerzen meistens grün und die abwärts gerichteten Kerzenleuchter meistens rot an. Die Farbe zeigt an, ob der Schlusskurs oder der letzte Kurs, während des gewählten Zeitintervalls, über oder unter dem Eröffnungskurs liegt. Vor Ablauf des gewählten Zeitintervalls ändert sie sich bei einer Preisbewegung ständig. Der Eröffnungskurs bleibt der gleiche, aber bis zum Ablauf des Zeitintervalls können sich neue Hochs oder Tiefs ergeben.

2. Barchart

Der Barchart ist sehr ähnlich wie der Kerzenchart aufgebaut. Er enthält genau die gleichen Informationen zum Preis. Der Körper ist allerdings keine Fläche, sondern ein einfacher Strich.

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Der obere Teil jedes Balkens stellt den höchsten Preis des Tages dar, während der untere Teil den niedrigsten Preis darstellt. Der Schlusskurs wird durch eine kurze, horizontale Linie rechts neben dem Balken angezeigt, während der Eröffnungskurs durch eine Linie links neben dem Balken angezeigt wird.

3. Point & Figure

Point & Figure Charts sind eine ganz besondere Art der Visualisierung von Preisen. Die gefilterten Preisbewegungen werden aus Spalten von X’s und O’s  dargestellt. X-Säulen stellen steigende Preise und O-Säulen fallende Preise dar.

Jede Preisbox stellt einen bestimmten Wert dar, den der Preis erreichen muss, um ein X oder ein O zu rechtfertigen. Zeit ist kein Faktor in der P&F-Diagrammerstellung. Diese Diagramme entwickeln sich mit der Kursentwicklung. Keine Kursentwicklung bedeutet keine Veränderung im P&F-Chart. In den klassischen 3-Box-Umkehrdiagrammen werden die Spaltenumkehrungen weiter gefiltert, sodass ein Minimum von 3-Boxen erforderlich ist, um die aktuelle Spalte umzukehren. Die 3-fach Umkehrmethode ist die beliebteste P&F-Diagrammmethode. P&F-Diagramme bieten einen einzigartigen Blick auf die Kursentwicklung, der mehrere Vorteile hat.

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P&F-Diagramme:

• Filtern unbedeutende Preisbewegungen und Geräusche
• Fokussieren auf wichtige Preisbewegungen
• Entfernen des Zeitaspekts aus dem Analyseprozess
• Erleichtern die Identifizierung von Unterstützungs-/Widerstandsstufen erheblich
• Bereitstellung automatischer und subjektiver Trendlinien

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Erstellen eines P&F-Diagramms

Auf einem P&F-Diagramm werden Preisbewegungen mit steigenden X-Säulen und fallenden O-Säulen dargestellt. Jede Spalte repräsentiert einen Aufwärtstrend oder eine Art Abwärtstrend. Jedes X oder O belegt eine so genannte Box auf dem Diagramm. Jedes Diagramm hat eine Einstellung namens Box Size, die die Preisspanne für jede Box definiert.

Jedes Diagramm hat eine zweite Einstellung, die als Umkehrwert bezeichnet wird. Sie bestimmt den Wert, den ein Kurs benötigt, um sich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen und eine Spaltenumkehr zu rechtfertigen. Wenn dieser Umkehrwert überschritten wird, wird mit einer neuen Spalte direkt neben der vorherigen begonnen.

Umkehrabstand

Der “Umkehrabstand” ist die Boxgröße multipliziert mit dem Umkehrwert. Eine Kastengröße von 1 und der Umkehrbetrag von 3 würden eine 3-Punkt-Bewegung erfordern, um eine Umkehrung zu rechtfertigen (1 x 3). Eine X-Säule verlängert sich, solange der Preis nicht mehr als die “Umkehrstrecke” abweicht.

4. Renko Chart

Diese in Japan entwickelten Trading Charts ignorieren ebenfalls die Zeit und konzentrieren sich ausschließlich auf Preisänderungen, die eine Mindestanforderung erfüllen. In dieser Hinsicht sind die Renko Charts den Point & Figure Charts sehr ähnlich. Anstelle von X- und O-Säulen verwenden Renko-Diagramme Preisblöcke, die eine feste Preisbewegung darstellen. Diese Steine werden auch manchmal als „Blöcke“ oder „Kästen“ bezeichnet. Sie bewegen sich in 45-Grad-Linien mit einem Stein pro vertikaler Säule nach oben oder unten.

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Aufbau und Eigenschaften

Renko-Charts basieren auf Blöcken mit einem festen Wert, der kleinere Preisbewegungen herausfiltert. Ein normales Balken-, Linien- oder Kerzendiagramm hat eine einheitliche Datumsachse mit gleichmäßig angeordneten Tagen, Wochen und Monaten. Renko Trading Charts ignorieren den Zeitaspekt und konzentrieren sich nur auf Preisänderungen. Wenn der Blockwert auf zum Besipiel 10 Punkte festgelegt ist, ist eine Kursbewegung von 10 Punkten oder mehr erforderlich, um einen weiteren Block einzuzeichnen. Kursschwankungen von weniger als 10 Punkten werden ignoriert und das Renko-Chart bleibt unverändert.
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Schlussfolgerungen

Wie ihre japanischen Verwandten (Kagi und Three Line Break) filtern Renko Trading Charts den Lärm, indem sie sich ausschließlich auf minimale Preisänderungen konzentrieren. Renko-Steine werden nicht hinzugefügt, es sei denn, der Preis ändert sich um einen bestimmten Betrag. Wie bei P&F Charts ist es einfach, wichtige Höhen und Tiefen zu erkennen und wichtige Unterstützungs- und Widerstandsstufen zu identifizieren. Ausgestattet mit diesen Informationen können Trader Aufwärtstrends mit höheren Hochs und höheren Tiefs oder Abwärtstrends mit tieferen Tiefs und tieferen Hochs einfach identifizieren. Wie bei allen Charttechniken sollten Trader andere technische Analysewerkzeuge einsetzen, um ihre Ergebnisse auf Renko-Charts zu bestätigen oder zu widerlegen.

5. Heikin-Ashi Kerzen

Die Heikin-Ashi Kerzen berechnen Preisdaten, die das Marktgeräusch herausfiltern. Heikin-Ashi Charts, die von Munehisa Homma im 17. Jahrhundert entwickelt wurden, teilen viele Merkmale mit den Standard-Kerzen. Sie unterscheiden sich jedoch durch die Werte, die für die Erstellung jeder Kerze verwendet werden. Anstatt die Open-High-High-Low-Low-Close (OHLC)-Balken wie bei den Standard-Kerzen zu verwenden, nutzt die Heikin-Ashi-Technik eine modifizierte Formel:

Close = (Open + High + Low + Close) / 4 – Ist der Durchschnittspreis des aktuellen Balkens
Open = (Open of Previous Bar + Close of Previous Bar) / 2 – Ist der Mittelpunkt des vorherigen Taktes
Hoch = Max von (High, Open, Close) – Höchster Wert der drei Kerzen
Niedrig = Min von (Niedrig, Auf, Zu) – Niedrigster Wert der drei Kerzen

Aufbau des Trading Charts

Der Heikin-Ashi Chart ist also wie ein normales Kerzendiagramm aufgebaut, nur dass in diesem Fall die Formel zur Berechnung jedes Balkens unterschiedlich ist. Die absteigenden Perioden werden durch z. B. rot gefüllte Kerzen dargestellt, aufsteigenden Perioden durch blaue Kerzen.

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Aus der obigen Grafik erkennen Sie einige Unterschiede zwischen einem normalen und einem Heikin-Ashi Chart. Heikin-Ashi hat ein glatteres Aussehen, da es im Wesentlichen einen Durchschnitt der Bewegung zeigt. Bei Heikin-Ashi besteht die Tendenz, dass die Kerzen bei einem Abwärtstrend rot und bei einem Aufwärtstrend blau bleiben, während normale Kerzen die Farbe wechseln, auch wenn sich der Preis überwiegend in eine Richtung bewegt.

Besonderheiten dieses Trading Charts:

Der aktuelle Preis, der in einem normalen Kerzenchart angezeigt wird, ist auch der aktuelle Preis des Wertes und entspricht dem Schlusskurs der Kerze (oder dem aktuellen Preis, wenn der Balken nicht geschlossen ist). Da Heikin-Ashi einen Durchschnitt nimmt, kann es sein, dass der aktuelle Preis auf der Kerze nicht mit dem Preis übereinstimmt, zu dem der Markt tatsächlich handelt. Aus diesem Grund zeigen viele Chart-Plattformen zwei Preise auf der y-Achse: einen für die Berechnung des Heiken-Ashi und einen für den aktuellen Preis des Produkts. Heikin-Ashi-Charts können auch verwendet werden, um Positionen offen zu halten, während ein Trend andauert.

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