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Market-RoundUp / KW42 /  18.10.2022

Market-RoundUp KW42/ 2022

DAX und Co. / Vergleich Dividendentitel

Dustin Klass
Lesezeit: 7 Minuten

unsere heutigen Themen sind:

  • Earning Season hat gestartet
  • Inflation in Deutschland und den USA
  • Eine Reise in die Welt der Dividenden
  • „Unser Depot“

Alphabet nutzt seine starke Marktstellung im Bereich der Suchmaschinen, um kleinere und zukunftsträchtigere Bereiche auszubauen und zu optimieren wie zum Beispiel die Google Cloud. Das Cloudgeschäft Alphabets ist eines der zukunftsträchtigen Bereiche des Unternehmens und erzielt aktuell knapp 7% des Umsatzes. Die Google-Cloud-Plattform (GCP) zählt neben AWS (Amazon), Azure (Microsoft) zu den größten Public Cloud Anbietern weltweit. Die Plattform bietet ihren Kunden über 100 Services, welche von den unterschiedlichsten Hosting-Services für Computing, über Storage bis hin zur Anwendungsentwicklung gehen.

Dow Jones: +0,2%
Dow Jones: -3.2%
Dow Jones: -3.2%

Markt-Entwicklung letzte Woche

Deutschland

DAX: 2,2%

Der deutsche Leitindex gab zum Wochenanfang die zwischenzeitlichen Gewinne bis zum Ende des Handelstages wieder ab und notierte fast unverändert bei 12.272 Punkten. Am Dienstag belasteten erneut Rezensionssorgen und eine Zuspitzung des Russland-Ukraine-Konfliktes nach den Beschüssen der ukrainischen Hauptstadt und anderen Gegenden. Zudem erreichte die zehnjährige Bundesanleihe den höchsten Stand seit 11 Jahren. Auch der Kapitalmarktzins der zehnjährigen US-amerikanischen Staatsanleihe stieg über die Vier-Prozent-Marke.

Am Mittwoch blieb der deutsche Aktienmarkt nach der Veröffentlichung gemischter europäischer und deutscher Wirtschaftsdaten ohne eindeutige Richtung. Nach Börsenschluss lag der DAX 0,4% im Minus bei 12.172 Punkten und notierte den sechsten Tag in Folge in der Verlustzone. Am Donnerstag setzten die jüngsten US-amerikanischen Inflationszahlen den DAX stark unter Druck, sodass der innerhalb kürzester Zeit knapp 350 Punkte verlor. Im Laufe des volatilen Intraday-Handels drehte das Börsenbarometer und der DAX schloss 1,5% im Plus. Auch am Freitag beherrschte eine hohe Volatilität das Börsengeschehen. Der deutsche Leitindex kletterte zum Handelsbeginn am Freitag zeitweise um mehr als zwei Prozent auf das Tageshoch von 12.676 Punkten. Nach Handelsstart der US-Börsen gab der DAX allerdings einen Großteil der Gewinne wieder ab. Nach Handelsschluss verzeichnete der DAX ein Plus von 0,7% bei 12.437 Punkten. 

Auf Wochensicht legte der deutsche Leitindex 2,2% zu.

 

US-Märkte

S&P 500: -1,8%

Dow Jones: 0,7%

Nasdaq 100: -3,2%

Am Montag beherrschten erneut verstärkte Angriffe Russlands auf die Ukraine und Halbleiter-Ausfuhrkontrollen nach China das Handelsgeschehen und drückten auf die Stimmung an den US-Börsen. Der Dow Jones schloss 0,3% tiefer bei 29.202 Punkten, der S&P 500 verlor 0,7% auf 3.612 Punkte und der Nasdaq 100 gab ein Prozent nach auf 10.542 Punkte. Besonders US-amerikanische Chip-Werte wie Intel, Qualcomm, Nvidia und AMD büßten am Montag in Folge der Exportauflagen in der Spitze bis zu 5,0% ein. Am Dienstag blieben die wichtigsten US-amerikanischen ohne einheitliche Richtung. Anleger blieben vor den richtungsweisenden Veröffentlichungen weiterer US-amerikanischer Geschäftszahlen vorsichtig. Der Dow Jones notierte fester, während S&P 500 und Nasdaq 100 im Minus notierten. Am Mittwoch sorgte die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der FED im Rahmen der Septembersitzung für erneute Zins- und Konjunktursorgen. Die US-Notenbank plane die Zinsen in großen Schritten weiter anzuheben um gegen die erst jüngst höher als prognostizierte Inflationsrate in den USA vorzugehen. Angeführt vom breitgefassten S&P 500 mit dem größten Tagesverlust eines Prozents, notierten alle bedeutenden US-amerikanischen Indizes tiefer. 

Am Donnerstag belastete die Aussicht auf ein weiterhin hohes Tempo der Zinsanhebungen, den US-amerikanischen Aktienmarkt. Der Dow Jones kletterte nach deutlichen Kursverlusten auf ein Zwei-Jahrestief im Laufe des Handels, sodass zwischen dem Tagestief- und hoch knapp 1.400 Punkte lagen. Nach Börsenschluss lag der Dow Jones 2,8% im Plus. Der S&P 500 legte 2,6% zu und der Nasdaq 100 2,2%. Am Freitag sorgten teilweise positive, aber auch enttäuschende Geschäftsbilanzen der großen US-amerikanischen Investment- und Geschäftsbanken für gemischte Stimmung an den US-Börsen. Die wichtigsten US-Indizes lagen nach Börsenschluss angeführt vom Nasdaq 100 und S&P 500 mit einem Minus von 2,4%.

Auf Wochensicht legte der Dow Jones 0,7% zu, der S&P 500 verlor 1,8% und der Nasdaq 100 büßte 3,2% ein.

 

Asien

Hang Seng: -4,9%

Nikkei 225: 1,2%

Zum Wochenauftakt belasteten steigende Coronainfektionszahlen und enttäuschende Konjunkturdaten die asiatischen Börsen. Der Hong Konger Leitindex fiel am Montag um drei Prozent auf 17.213 Punkte. Die Börse in Tokio blieb angesichts eines Feiertages geschlossen. Am Dienstag gaben die asiatischen Börsen in Folge eines Kursrutsches der Technologiewerte und den verschärften US-Beschränkungen auf bestimmte Technologie-Exporte nach China, nach. Der Nikkei 225 fiel um 2,6% auf 26.409 Punkte und der Hang Seng um bis zu 2,3% auf ein 11-Jahrestief von 16.820 Punkten.

Am Mittwoch blieb es vor der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Zinsprotokolle der US-Notenbank ruhig. Am Donnerstag drückten die am vorherigen Tag bekannt gegebenen Zinsprotokolle, die Aussicht auf weitere Zinsanhebung gaben, die asiatischen Aktienmärkte in die Verlustzone. Der japanische Leitindex gab um 0,5% nach. Am Freitag versetzten deutliche Kursgewinne an den US-Börsen trotz weiterhin hoher Verbraucherpreise in den USA, die asiatischen Börsen in Kauflaune.

 Auf Wochensicht verlor der Hang Seng 4,9%, der Nikkei 225 legte hingegen 1,2% zu.

Aktien: Vergleich Dividendentitel

ISIN: DE000PSM7770

Die ProSiebenSat1 Media Group ist ein deutsches Medien- und Unterhaltungsunternehmen, welches im gesamten DACH-Bereich tätig. Die Gruppe vereint die deutschen Free-TV-Fernsehsender ProSieben und –maxx, Sat1 und -Gold, Kabel Eins und -Doku, verschiedene Pay-TV-Sender und unterschiedliche Dating-Apps, diese machten zuletzt einen Umsatzanteil von rund 12 % aus (63% yoy.). Mit seinen Sendern konnte das Unternehmen im letzten Jahr einen Marktanteil von rund 28 % während der Primetime (20:15-23:00) in Deutschland zu erreichen. Das Unternehmen schüttete im letzten Geschäftsjahr 40 % seiner Gewinne an seine Aktionäre aus. Aufgrund des starken Abverkaufs im laufenden Geschäftsjahr beträgt die rückwirkende Dividendenrendite knapp 12%. Die Ausschüttung sank über die letzten 5 Jahre durchschnittlich um 16%, da das Unternehmen seine Ausschüttungsquote von 80-90% auf 50% des adjustierten Einkommens reduzierte. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde die Ausschüttung aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt. ProSiebenSat1 schüttet, wie für deutsche Unternehmen typisch, einmal im Jahr an seine Anteilseigner aus. Das Unternehmen zahlt seit der Gründung im Jahr 2000 eine Dividende, diese wurde teilweise drastisch erhöht und gekürzt, sodass von einer Dividendenkontinuität nicht die Rede sein kann.  

ISIN: GB0005603997

Legal & General ist ein englisches Finanzunternehmen mit Sitz in London. Das Unternehmen ist im FTSE 100 gelistet und bietet neben Lebens-, Kranken– und Rentenversicherungen, Pensionsprodukte und weitere Investitionsmöglichkeiten an. Neben Renditen für seine Kunden erwirtschaften die Investitionen des Unternehmens eine beträchtliche Dividendenrendite für seine Anleger. Die Ausschüttungen aus dem letzten Geschäftsjahr betragen rund 9 % des heutigen Aktienkurses. Seit der Finanzkrise, im Jahr 2009, erhöhte das Unternehmen seine Ausschüttungen kontinuierlich und über die letzten 5 Jahre wurden diese um im Durchschnitt  5 % pro Jahr gesteigert. Die Ausschüttung betrug im letzten Geschäftsjahr rund 52 % der Gewinne. Legal & General schüttet seine Dividende in zwei Tranchen an seine Aktionäre aus, zunächst eine InterimAusschüttung und zum Ende des Jahres, eine höhere finale Ausschüttung. Das Unternehmen schüttet seit 1998 eine Dividende aus und erhöhte diese bis zur Finanzkrise, im Jahr 2009, danach wurde die Entwicklung erneut aufgenommen und jährlich erhöht.  

ISIN: US02209S1033

Altria ist eines der größten Tabakunternehmender Welt. Das Unternehmen produziert Zigaretten der Marke Malboro und bedient damit den US-amerikanischen Markt. Das internationale Tabakgeschäft wurde in einem Spin-Off abgespalten und als Phillip Morris International an die Börse gebracht. Neben Zigaretten produziert und vertreibt das Unternehmen auch andere Tabakprodukte und verschiedene rauchfreie Alternativen wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder Oraltabak. Darüber hinaus ist das Unternehmen durch viele Investitionen, an innovativen Produkten beteiligt und treibt Entwicklung der Tabakbranche bedeutend voran. Unter anderem hält Altria eine 10 % Beteiligung am weltgrößten Bierherstellers Anheuser-Busch, welche einen Marktwert von rund 9 Mrd.$ hat. Dass es sich bei der Tabakbranche um ein schwieriges Umfeld handelt, zeigen die vielen staatlichen Eingriffe und Verbote, aber auch die niedrige Bewertung der führenden Unternehmen. Trotz des Status als Dividendenaristokrat und einer über 50-jährigen Dividendenhistorie ist das Unternehmen relativ niedrig bewertet und hat eine Dividendenrendite von 9 %. Altria schüttet seine Dividende quartalsweise an seine Aktionäre aus.  

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