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Market-RoundUp / KW47 /  15.11.2022

Market-RoundUp KW47/ 2022

DAX und Co. / AXA / Allianz

Dustin Klass
Lesezeit: 6 Minuten

unsere heutigen Themen sind:

  • Die Märkte im Gleichschritt
  • Zwei Versicherungsgiganten 

Alphabet nutzt seine starke Marktstellung im Bereich der Suchmaschinen, um kleinere und zukunftsträchtigere Bereiche auszubauen und zu optimieren wie zum Beispiel die Google Cloud. Das Cloudgeschäft Alphabets ist eines der zukunftsträchtigen Bereiche des Unternehmens und erzielt aktuell knapp 7% des Umsatzes. Die Google-Cloud-Plattform (GCP) zählt neben AWS (Amazon), Azure (Microsoft) zu den größten Public Cloud Anbietern weltweit. Die Plattform bietet ihren Kunden über 100 Services, welche von den unterschiedlichsten Hosting-Services für Computing, über Storage bis hin zur Anwendungsentwicklung gehen.

Dow Jones: +0,2%
Dow Jones: -3.2%
Dow Jones: -3.2%

Markt-Entwicklung letzte Woche

Deutschland

DAX: 1,0%

Auf Wochensicht legte der deutsche Leitindex knapp 1,0% zu und notierte bei 14.431 Punkten am Freitag nach Börsenschluss.

US-Märkte

S&P 500: -0,3%

Dow Jones: 0,2%

Nasdaq 100: -0,4%

 

Auf Wochensicht konnten sich die US-amerikanischen Indizes auf keine gemeinsame Richtung einigen. Der breitgefasste S&P 500 5,6% höher und der techlastige Nasdaq 100 verzeichneten leichten Kursverluste, der 30-Werte umfassende Dow Jones notierte leicht höher.

Asien

Hang Seng

Nikkei 225: -1,3%

 

Auch die asiatischen Aktienmärkte erreichte die Euphorie über die positiven US-amerikanischen Inflationsdaten. Der Hang Seng lag auf Wochensicht 8,0% im Plus, der Nikkei 225 verzeichnete ein Wochenplus von 3,1%.

News der Woche:

Aktien: AXA & Allianz

ISIN: FR000012068

Bei der Axa Gruppe handelt es sich um ein französisches Unternehmen der Versicherungsbranche. Seit der Gründung, im Jahr 1946, befindet sich der Hauptsitz der Gruppe in Paris. Das Unternehmen beschäftigt rund 149.000 Mitarbeiter und bietet seinen über 95 Millionen Kunden weltweit ein breites Spektrum an Versicherungs- und Fondsprodukten an. 

Das Geschäftsmodell der Axa ist branchentypisch. Seine Kunden möchten sich gegen individuelle Risiken absichern, zahlen dafür eine Versicherungsprämie und werden im Schadensfall von der Versicherung entschädigt. Das Versicherungsunternehmen bündelt nun die Einzelrisiken ihrer Kunden und kann somit von Diversifikationseffekten profitieren, da die erwarteten Schadensfälle sehr gut prognostizierbar sind. Die Versicherung addiert auf diesen Erwartungswert einen Gewinnaufschlag, sodass es sich um ein gut kalkulierbares Geschäft handelt, wenn die Versicherung groß genug ist. 

Im Kern verdient die Axa auf zwei Wege ihr Geld. Zum einen profitiert das Unternehmen, wenn die erhaltenen Versicherungsprämien geringer ausfallen als die Schadensauszahlen (+ Verwaltung & Vertrieb). Im Versicherungsgeschäft wird dabei von der „Combined Ratio“ gesprochen, diese sollte, wenn möglich unter 100 % sein, damit das Geschäft überhaupt lohnend ist. Die Axa Gruppe erreichte im letzten Geschäftsjahr 2021 eine Combined Ratio von 94,6 %, die Auszahlungen vielen also um knapp 6 % geringer aus als die Versicherungsprämien.  

Darüber hinaus ist das Unternehmen als Vermögensverwalter tätig, da viele der Versicherungsprodukte erst in „weiter“ Zukunft ausgezahlt werden. Die Axa nutzt diese Zeit und das eingezahlte Kapital und investiert es breit gestreut. Im Auftrag seiner Versicherungskunden betreuen die Asset Manager der Axa Gruppe rund 900 Mrd. € über verschiedenste Fonds- und Anlageprodukte.  

 

ISIN: DE0008404005

Die Allianz SE ist ein deutsches Versicherungsunternehmen mit Sitz in Stuttgart. Mit seiner Gründung im Jahr 1890 ist der Versicherungskonzern ein wahres Traditionsunternehmen und eines der Gründungsmitglieder des deutschen Leitindexes DAX. Das Unternehmen beschäftigt über 150.000 Mitarbeiter und bietet seinen über 100 Millionen Kunden weltweit ein breites Spektrum an Versicherungs- und Fondsprodukten an.  

Das Geschäftsmodell der Allianz ist branchentypisch. Seine Kunden möchten sich gegen individuelle Risiken absichern, zahlen dafür eine Versicherungsprämie und werden im Schadensfall von der Versicherung entschädigt. Das Versicherungsunternehmen bündelt nun die Einzelrisiken ihrer Kunden und kann somit von Diversifikationseffekten profitieren, da die erwarteten Schadensfälle sehr gut prognostizierbar sind. Die Versicherung addiert auf diesen Erwartungswert einen Gewinnaufschlag, sodass es sich um ein gut kalkulierbares Geschäft handelt, wenn die Versicherung groß genug ist. 

Im Kern verdient die Allianz auf zwei Wege ihr Geld. Zum einen profitiert das Unternehmen, wenn die erhaltenen Versicherungsprämien geringer ausfallen als die Schadensauszahlen (+ Verwaltung & Vertrieb). Im Versicherungsgeschäft wird dabei von der „Combined Ratio“ gesprochen, diese sollte, wenn möglich unter 100 % sein, damit das Geschäft überhaupt lohnend ist. Die Allianz erreichte im letzten Geschäftsjahr 2021 eine Combined Ratio von 93,8 %, die Auszahlungen vielen also um knapp 6 % geringer aus als die Versicherungsprämien.  

Darüber hinaus ist das Unternehmen als Vermögensverwalter tätig, da viele der Versicherungsprodukte erst in „weiter“ Zukunft ausgezahlt werden. Die Allianz nutzt diese Zeit und das eingezahlte Kapital und investiert es breit gestreut. Im Auftrag seiner Versicherungskunden betreut die Allianz rund 700 Mrd. €. Weitere 1.700 Mrd.€ verwalten die Asset Manager des Unternehmens, über Fonds- und Anlageprodukte, für Dritte. 

Die Versicherungswirtschaft ist in Deutschland einer der bedeuteten Wirtschaftszweige. Aber auch im Ausland sind die Funktionen in der Wirtschaft und Gesellschaft unentbehrlich und machen eine moderne, entwickelte Volkswirtschaft erst möglich. Allein in Deutschland wurden 2021 rund 225 Mrd. € an Versicherungsbeiträgen eingenommen. Rund die Hälfte der Beiträge ging auf Lebensversicherungsprodukte zurück, mit dieser sichern sich Kunden gegen biometrische Risiken, wie den eigenen Tod oder Invalidität ab. Dabei verhält sich das Produkt ähnlich zu einem Sparvertrag, der mit einem Risikoschutz, meist dem Todesfall, verknüpft wird. Rund 77 Mrd. € an Beiträgen wurden im Jahr 2021 für Schaden- und Unfallversicherungen gezahlt. Dabei sichern sich die Versicherten, wie der Name schon sagt, gegen unterschiedliche Schäden, Unfälle und deren Folgen ab. Die restlichen 45 Mrd.€ der Beiträge des Jahres 2021 wurde mit privaten Krankenversicherungen erzielt. Dabei sichern sich die Kunden privat, über die die gesetzliche Krankenversicherung hinaus gegen Krankheits- und Schadenfälle ab. 

Versicherungsunternehmen sind ein bedeutender Bestandteil der Wirtschaft, Privatkunden sind auf viele der Dienstleistungen der Unternehmen angewiesen und gelangen so in den Kundenpool der Unternehmen. Aber auch für die Wirtschaft sind Absicherungen in Form von Versicherungen unentbehrlich und machen kostenintensive Projekte erst möglich, da viele Projekte in nahezu jeder Branche große Risiken bürgen. Da Versicherungen ihre Risiken auf ihre Kunden diversifizieren, sollte das Versicherungsgeschäft mit steigender Kundenzahl profitabler werden, sodass große Versicherungen wie die Allianz oder Axa die besten Konditionen für Kunden bieten müssten. Des Weiteren haben große Versicherungen eine riesige Menge an Kundendaten und können mithilfe fortschrittlicher und leistungsstarker Technologien, wie künstlicher Intelligenz, ihre Produkte und Dienstleistungen auf die Versicherungsnehmer zuschneiden.  

Für die Zukunft gehen verschiedene Versicherungsstudien davon aus, dass sich die Versicherer langfristig in einer von vier Rollen wiederfinden werden.  

 

  1. Integrierte Rolle -> Es werden nur eigene Produkte über eigene Vertriebskanäle vertrieben.
  2. Aggregator -> Es werden eigene und fremde Produkte über die eigenen Vertriebskanäle angeboten
  3. Zulieferer -> Es werden eigene Produkte über fremde Vertriebskanäle vertrieben 
  4. Orchestrator -> Es wird eine Plattform betrieben, auf der fremde Produkte über fremde Kanäle vertrieben werden

 

Aufgrund ihrer Bilanzgröße, der großen Anzahl an Kunden und der etablierten Vertriebskanäle, bietet es sich für die Versicherungen Allianz und Axa an, ihre Marktmacht durchzusetzen und als Zulieferer für andere Versicherungen zu arbeiten.